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PROMINENZ
Die Initiative Solitude Revival hat sich schnell herumgesprochen und wurde allenthalben begrüßt, insbesondere bei denen, die bei den damaligen Rennen noch mitgewirkt haben. Viele ehemalige Rennfahrer aus dem In- und Ausland erkundigten sich , wie sie denn mithelfen könnten, die Sache zu unterstützen. Und so wuchs neben dem Gründungskomittee ein weiteres Gremium heran, das der prominenten Botschafter, deren Aufgabe es ist, die Idee zu verbreiten und ideell zu unterstüt- zen.
 GIACOMO AGOSTINI * 16. Juni 1942 
Giacomo Agostini hat eine unerreicht erfolgreiche Karriere hinter sich. Mit 15 Weltmeistertiteln und 122 Grand Prix Siegen ist er noch heute der weltbeste Rennfahrer aller Zeiten. Entsprechend groß ist seine Popularität, und zwar weit über die Grenzen seines Heimatlandes Italien hinaus. Er begann seine internationale Laufbahn 1964 auf der Solitude als Morini-Werksfahrer in der 250 ccm-Klasse. 2003 war er der Superstar beim Solitude-Jubiläum, was ihm so gut gefiel, dass er immer wieder nach einer Fortsetzung fragte. Es war eine besondere Ehre für den SR, als er, der sich solchen Dingen sonst eher verschließt, sich bereit fand, beizutreten.  mehr...
 KURT AHRENS * 19. April 1940 
Renn- und Sportwagenpilot aus Braunschweig. Fuhr auf der Solitude alle Formel Junior Rennen. Später erfolgreicher Formel 2- und Porsche-Lang- streckenfahrer auf den Typen 907, 908 und 917. 1968 fuhr er einen Werks-Brabham im Formel 1 - Grand Prix auf dem Nürburgring. Nach 1971 widmete er sich ganz dem Familienbetrieb, blieb den alten Weggefährten aber immer freundschaftlich verbunden. Beim Solitude-Jubiläum 2003 steuerte er einen Porsche Typ 718 Formel 2 - Rennwagen aus dem Jahr 1960.
 HANS GEORG ANSCHEIDT * 23. Dezember 1935 
1962 Werksrennfahrer bei Kreidler und ab 1966 bei Suzuki mit zahlreichen Grand Prix Siegen in der 50 ccm Klasse. 1966, 1967 und 1968 wurde er mit der 50 cc Suzuki Weltmeister. Lebte früher nahe der Solitude-Rennstrecke in Gerlingen, heute in Spanien. Zum Solitude-Jubiläum 2003 erschien er mit seiner Suzuki-Weltmeisterschaftsmaschine aus dem Jahr 1967.
 DIETER BRAUN * 2. Februar 1943 
Dieter Braun ist mit 14 Grand Prix - Siegen und zwei Weltmeistertiteln einer der erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer. In jungen Jahren besuchte er die Solitude-Rennen und ließ sich davon begeistern. Zunächst fuhr er Motocross-Rennen und wechselte 1968 in den Grand Prix Sport, wo er bis 1976 zur Elite in der 125er, 250er und 500er Klasse gehörte. 1970 wurde er auf Suzuki Weltmeister in der 125er Klasse, 1973 auf Yamaha in der 250er Klasse. Fährt heute noch regelmäßig bei Oldtimerveranstaltungen und ist bei vielen Clubabenden des SR anzutreffen.
 HORST BURKHARDT * 1938 
Der sympathische Motorradrennfahrer aus Hechingen wurde bekannt, als er mit dem Schweizer Fritz Scheidegger ab 1957 erfolgreich Gespannren- nen fuhr. 1960 und 1961 reichte es jeweils zum Vizeweltmeistertitel. Neben- bei fuhr er aber auch Solorennen, so auch auf der Solitude 1961 auf einer NSU Sportmax. Heute betreibt er ein Fiat Autohaus in Hechingen und seit zwei Jahren sieht man ihn auch wieder bei Oldtimerrennen mit seiner grünweißen Benelli Quattro.
 HEINER BUTZ * 10. Januar 1936
Ein alter Solitude-Bekannter ist Heiner Butz aus Aspisheim. Zwischen 1960 und 1965 nahm er an insgesamt sechs Rennen teil. Er begann als NSU Sportmax-Fahrer und hatte das Firmenemblem auch noch auf dem Helm, als er längst die großen Nortons fuhr. Mit drei Deutschen Meistertiteln ist er einer der erfolgreichsten deutschen Motorradrennfahrer. Er liebte selektive Straßenkurse und ganz besonders die Solitude. Im Jahr 1964 stürzte er am Frauenkreuz. Danach blieb seine Maschine 39 Jahre im Keller. Aber als er vom Solitude-Jubiläum hörte, holte er sie wieder hervor und richtete sie eigens für diesen Zweck.
 MAX DEUBEL  
Viermaliger Weltmeister der Gespannklasse, zusammen mit Beifahrer Emil Hörner mit Siegen auf der Solitude 1961, 1962 und 1965. Deubel/Hörner erreichten auf der Solitude als einziges Gespann einen Renndurchschnitt über 140 km/h. Auch den Rekord, viermal hintereinander Weltmeister zu werden, gab es vorher in der gesamten Motorsportwelt noch nicht.
 GEOFF DUKE * 29. März 1923 
Der sechsmalige Weltmeister und fünfmalige TT-Sieger Geoff Duke gab dem Motorradrennsport durch seine Professionalität einen völlig neuen Anstrich. Er war der erste, der schon 1951 mit einer einteiligen Lederkombination auftrat. Für seine Verdienste um den Motorradrennsport bekam er den Orden des British Empire. Seine Solitude-Bilanz ist eindrucksvoll: viermal ge- startet - dreimal gewonnen. Beim Solitude-Jubiläum 2003 war er ein gefragter Gesprächspartner. Viele nutzten die Gelegenheit, um ihrem Idol von damals noch einmal die Hand zu drücken.
 RUDI FELGENHEIER * 20. November 1930 
† 20. Oktober 2005 
DKW-Werksfahrer anfangs der fünfziger Jahre mit einem vielbejubelten Grand Prix Sieg 1952 auf der Solitude. Es war der erste Grand Prix Sieg einer Zweitaktmaschine. Es blieb der einzige in Rudi Felgenheiers internatio- naler Karriere. Daher hat er eine besondere Beziehung zur Solitude-Renn- strecke. Trotz einer Behinderung war er bis kurz vor seinem Tod noch oft und gern gesehener Gast bei Oldtimerveranstaltungen.
 ROMOLO FERRI * 23. November 1928 
Romolo Ferri aus Mailand begann 1951 als Privatfahrer. Mit einer 125er Motom kam er auf die Solitude und heizte den Stars Ubbiali und Leoni kräftig ein. Diese Vorstellung brachte ihm einen Werkseinsatz auf der Mondial in Monza, wo er hinter Ubbiali auf den zweiten Platz kam. Seitdem war er eine feste Größe im Motorrad Grand Prix. Seine Rekordfahrten auf einem Lambretta-Roller auf der Autobahn München-Ingolstadt mit über 200 km/h sind Legende. Mit der Gilera ‘mosca bianca’ holte Ferri 1956 auf der Solitude seinen ersten und einzigen Grand Prix - Erfolg und wurde am Ende des Jahres Vizeweltmeister. Zur Solitude hat er daher eine besondere Liebe.
 DIETER GLEMSER  
Der Stuttgarter Rennfahrer Dieter Glemser begann seine Karriere Anfang der sechziger Jahre mit einem Porsche Carrera 1600. Daß er damit immer sehr schnell unterwegs war, zeigte er nicht nur beim Solitude-GT-Rennen 1962. Mercedes-Benz wurde auf den Nachwuchsfahrer aufmerksam und verpflichtete ihn in das Rallye-Werksteam. 1963 erreichte er mit dem 300 SE beim härtesten Straßenrennen der Welt in Argentinien den zweiten Platz hinter Eugen Böhringer. Später fuhr er im Ford-Werksteam und wurde Deutscher- und Europameister.
 SEPP GREGER * 4. Februar 1915
Sepp Greger aus München war Langstrecken- und Bergrennfahrer, über- wiegend auf Porsche. Viermal Europa-Bergmeister. Auf der Solitude sah man ihn 1959 und 1965. Der 90-jährige nimmt heute noch sporadisch an Oldtimer- Rennen teil, wie beispielsweise bei der Kitzbüheler Alpenrallye im Mai 2002, zusammen mit unserem Gründungsmitglied Paul Ernst Strähle.
 DAN GURNEY * 13. April 1931 
Der geborene New Yorker war Formel 1- und Sportwagen-Rennfahrer bei Ferrari, Porsche, Brabham und McLaren. Baute später erfolgreich eigene Rennwagen unter dem Namen Eagle. Solitude-Sieger 1962 auf Porsche 804 Formel 1. Hat seine Frau auf der Solitude kennengelernt. Er sagte einmal: "Für uns Rennfahrer, die damals dabei waren, werden 'the good old Solitude- days' nicht sterben - und wir werden sie noch oft mit Freude und einem Schuß Melancholie in Gedanken und Gesprächen wiederbeleben." Dies hat er ausgiebig getan beim Solitude-Jubiläum 2003.
 HUBERT HAHNE * 28. März 1935 
Formel 2- und Tourenwagenpilot in den sechziger und siebziger Jahren. 1966 Tourenwagen-Europameister und Sieger der 24 Stunden von Spa. 1970 als BMW-Werksfahrer Vize-Europameister der Formel 2. 1966 umrun- dete er die Nordschleife mit einem BMW 2002ti als erster Tourenwagen- fahrer in weniger als 10 Minuten. Der Rheinländer nimmt heute wieder an historischen Rennen teil. Zu Anfang der sechziger Jahre sah man ihn mit einem Buckelvolvo bei der Rallye Solitude-Charbonnières.
 URSULA VON HANSTEIN * 2. Februar 1916 
† 3. Oktober 2005 
Gattin des charismatischen Barons Huschke von Hanstein, des ehemaligen Porsche-Rennleiters und Solitude-Förderers, und charmante Gastgeberin bei den damals legendären Solitude-Partys am Kräherwald. Kannte alle damaligen Rennfahrer persönlich und wurde bis zu ihrem Tod regelmäßig von ihnen besucht, wenn sie sich in Stuttgart aufhielten. Sie schrieb ein Buch über die Erinnerungen ihres Mannes und war wesentlich an der Gründung des SR beteiligt.
 ROLAND HECK *31. August 1933 
Der Stuttgarter Lokalmatador Roland Heck trat in den fünfziger Jahren in die Fußstapfen seines Vaters Eugen Heck, der bereits vor dem Krieg auf der Solitude Rennen fuhr. Mit einer NSU Sportmax tauchte Roland Heck 1955 und 1956 in der Soloklasse bis 250 ccm auf. 1956 wurde er sensationeller Sechster in einem Weltklassefeld. 1957 wechselte er in den Automobil- Rallyesport und holte sich gleich die Vizemeisterschaft. 1965 sah man ihn nochmals auf der Solitude in einem Formel V Rennwagen. Dieses Rennen beendete er als Dritter. Er fuhr beim Jubiläum im Juli 2003 eine Matchless G50 und einen Formel V Rennwagen.
 LOTHAR JOHN * 17. September 1933
Der immer gut gelaunte Kurpfälzer aus Schriesheim war zweimal Deutscher Straßenmeister. Bereits 1960 konnte man ihn auf der Solitude in der 500er-Klasse auf einer BMW RS sehen, 1964 dann auch auf Norton und 1965 auf Bultaco . Später fuhr er auch Suzuki und Yamaha. Heute gehört der Fuhrunternehmer zu den festen Größen im Oldtimersport. Am liebsten bewegt er eine BMW RS aus dem Jahr 1954. Er war bisher bei allen Solitude Revival Veranstaltungen dabei.
 KEN KAVANAGH * 12. Dezember 1923 
Der sympathische Australier kam erstmals 1951 mit dem Norton- Werksteam auf die Solitude und nach seinen Worten war dieser Große Preis von Deutschland die größte Rennveranstaltung aller Zeiten. Seither ist er der Solitude eng verbunden, nicht zuletzt auch durch seine Freundschaft zum unvergessenen Solitude-Förderer Eugen K. Schwartz. Ken lebt seit seiner Zeit bei Moto Guzzi in Italien.
 KARL KLING * 16. September 1910 
† 18. März 2003 
Der sehr erfolgreiche frühere Mercedes-Benz- und Alfa Romeo- Werksfah- rer Karl Kling begann seine Karriere auf der Solitude. Bereits 1949 siegte er auf einem Veritas RS im Sportwagenrennen und 1950 konnte er Hermann Lang im Formel 2 - Rennen schlagen. 1954 und 1955 gehörte er neben Fangio und Hans Herrmann dem Formel 1 - Team von Mercedes an. Er liebte die Solitude, weil sie, nach seinen Worten, dem Fahrer mehr abverlangte als andere Strecken. Trotz seines hohen Alters, war er dem Solitude Revival e.V. noch bis kurz vor seinem Tod eng verbunden.
 GERHARD KOCH  
Langstrecken-Rennfahrer mit zahlreichen Erfolgen auf Porsche. Fuhr 1959, 1962 und 1963 auf der Solitude. Der 15. Juli 1962 war für ihn ein ganz besonderer Tag. Er hatte Geburtstag und gewann das Solitude-GT-Rennen, was ihm den Meistertitel einbrachte. Zu allem Glück lernte er am gleichen Tag auch noch seine spätere Frau kennen. Er freut sich deshalb ganz besonders über die Aktivitäten des Solitude Revival e.V.
 BILL LOMAS * 8. März 1928 
† 14. August 2007 
Der 1928 im englischen Alfreton geborene Bill Lomas begann seine Karriere nach dem Kriege auf Velocette und AJS. 1952 war er bereits NSU- und MV Agusta-Werksfahrer. 1955 und 1956 holte er jeweils für Moto Guzzi den Weltmeistertitel in der 350er-Klasse. Auf der Solitude siegte er 1956. Anfangs der fünfziger Jahre unternahm er auf der Solitude auch viele Testfahrten mit der NSU Rennmax und hatte immer viele deutsche Freunde aus dieser Zeit. Dies zeigte sich auch beim Solitude Revival 2003. Im August 2007 verstarb er an einer Herzattacke
 WILLI MAREWSKI  
Der Frankfurter Unternehmensberater Willi Marewski gilt weltweit als der größte Sammler historischer Rennmaschinen. Jahrelang bewahrte er seine Schätze in "Willi's Motorcycle World", einem Museum in Daytona/Florida auf. Aber die richtige Begeisterung kam erst auf, als er ausgesuchte Stücke auf Rennstrecken in Aktion zeigte. Seither ist sein Team Gewähr für höchste Qualität im historischen Motorradrennsport. Seit er das Solitude-Jubiläum 2003 aktiv miterlebte, ist er von der Idee fasziniert, am Schloss eine welt- weit renommierte Veranstaltung wie in Goodwood zu etablieren.
 MICHAEL MAY * 18. August 1934 
Rennfahrender Ingenieur aus der Schweiz. Fuhr Sportwagen- und Formel- rennen auf Porsche, Stanguellini und Lotus. Solitude Sieger im Formel Junior Rennen 1959 auf Stanguellini. War an der Entwicklung des Porsche 804- Rennwagens beteiligt. Experimentierte mit Kugelfisher Benzineinspritzungen. Später auch Berater im Ferrari Formel 1 Team. Als Solitude-Sieger dieser Strecke immer noch besonders verbunden und Ehrengast beim Jubiläum 2003, bei dem man ihn im Porsche 356 Rennspyder begrüßen durfte.
 HEINZ MELKUS * 20. April 1928 
† 5. September 2005 
Einer der erfolgreichsten Spitzenfahrer aus dem Osten Deutschlands. Fuhr 27 Jahre lang Rennen. Konstruierte eigene Rennwagen der Formel 3 und Junior. Errang 80 Siege in 300 Rennen; wurde sechs Mal Deutscher Meister; betrieb bis zu seinem Tod eine BMW-Vertretung in Dresden; war von der Solitude seit seiner ersten Teilnahme 1959 fasziniert.
 HANS MEZGER * 18. November 1929 
Hans Mezger war der maßgebliche Porsche Motoren-Ingenieur zwischen 1960 und 1993. Er hat für Porsche alle Renntriebwerke konstruiert von der Solitude-Ikone 804 bis hin zum TAG-Formel 1, der drei Weltmeisterschaften gewann. Auch im Serien-Sechszylinder des 911 hat er seine Handschrift hinterlassen. Mezger hat die großen Tage der Solitude hautnah miterlebt und freut sich sehr über die Revival-Aktivitäten.
 WILHELM NOLL * 15. März 1926 
Wilhelm Noll wurde mit seinem Beifahrer Fritz Cron zweimal Weltmeister in der Gespannklasse. Mit ihrer BMW RS starteten sie bei allen Solitude-Ren- nen zwischen 1950 und 1956. Als die Dominanz der Norton-Renngespanne 1954 abrupt endete, holten Noll/Cron für BMW den ersten Weltmeistertitel bei den Gespannen. Im gleichen Jahr triumphierten sie auch auf der Solitude und wiederholten diesen Triumph auch zwei Jahre später.
 DAVID PIPER * 2. Dezember 1930 
Piper startete seine Karriere bei Bergrennen. Mit einem Lotus XI wechselte er dann auf die Rundstrecke. 1959 und 1960 sah man ihn auch bei Rennen der Formel 1 auf einem Lotus 16. 1961 fuhr er im Team von Jo Siffert in der Formel Junior. Als er 1962 einen Ferrari 250 GTO erwarb, begann für ihn ein neuer Zeitabschnitt. Von nun an sah man ihn überall auf der Welt in seinen eigenen Ferrari- und Porsche-Rennsportwagen. Bei den Dreharbeiten zu Steve McQueens Film "Le Mans" verlor er einen Unterschenkel. Dies hinderte ihn nicht, anschließend noch viele Jahre historische Rennen zu bestreiten. So war Piper auch einer der Stars beim Solitude Revival 2003.
 BEN PON * 9. Dezember 1936 
Der geborene Holländer fuhr immer Porsche, einmal sogar in einem Formel 1 Grand Prix 1962 in Zandvoort. Außerdem war er 1972 Olympia-Teilnehmer für Holland im Tontaubenschießen. Der Solitude-Sieger von 1965 und mit 160 km/h Rekordhalter aller GT-Klassen begann erst kürzlich wieder mit dem historischen Motorsport - natürlich wieder auf einem Porsche. Er lebt heute in Kalifornien, wo er ein exklusives Hotel und ein großes Weingut betreibt.
 UTZ RAABE * 9. Oktober 1940 
Utz Raabe ist Präsident des größten MV Agusta Clubs in Europa, und der hat seinen Sitz nicht etwa in Italien, sondern in Deutschland. Dieser Umstand macht die jährlichen MV-Treffen regelmäßig zu einem erstrangigen Ereignis in der Motorrad-Szene. Selbstverständlich unterhält man engste Beziehun- gen zu Sammlern von MV-Rennmotorrädern, wie beispielsweise Ubaldo Elli. Beim Solitude-Jubiläum 2003 präsentierte der MV-Club eindrucksvoll seine Schätze, was von den 40.000 Zuschauern mit großem Beifall quittiert wur- de. Utz Raabe, einer der großen Sympathieträger in der Szene, ist dem SR seither eng verbunden.
 PHIL READ * 1. Januar 1939 
Der aus Luton stammende Engländer ist 7-maliger Motorrad- Weltmeister auf Yamaha und MV Agusta. Als Solitude-Sieger 1964 setzte er den ewigen Rekord in der 250 ccm-Klasse. Damals war er zu Yamaha als Werksfahrer gewechselt und wurde auf Anhieb Weltmeister. Bis 1976 fuhr er noch WM- Rennen, später auch in anderen Serien und bei Oldtimerveranstaltungen. Phil war begeistert vom Solitude-Jubiläum 2003, bei dem er nochmals gegen seine damaligen Rivalen Redman, Agostini, Taveri und Duff antreten durfte.
 JIM REDMAN * 8. November 1931 
Der in Rhodesien aufgewachse 6-malige Motorradweltmeister ist mit vier Siegen der erfolgreichste Rennfahrer auf der Solitude. Außerdem hält er den absoluten Streckenrekord für Motorräder, aufgestellt 1964 mit einer 350er-Honda. Nicht einmal Mike Hailwood auf der 500er MV konnte ihm diesen Titel entreißen. Jim hat noch die romantische Zeit in Erinnerung, als die Fahrer nachts hinter dem Gasthaus Glemseck um das Lagerfeuer saßen. Noch heute tourt er im Sommer durch Old Europe und präsentiert sich bei Oldtimerveranstaltungen. Nicht selten macht er dann auch einen Abstecher zum Glemseck.
 OTTO SCHMID †  
Der Sindelfinger Otto Schmid war einer der wenigen Rennfahrer, die sowohl vor dem Kriege als auch danach auf der Solitude zu sehen waren. Bereits 1937 nahm er an einem Rennen als Solofahrer teil. Gleich beim ersten Nachkriegsrennen trat er wieder an, nun auf NSU in der Gespann- klasse, die er auf Anhieb gewinnen konnte. Zwischen 1950 und 1958 folgten weitere Erfolge, unter anderem die Deutsche Meisterschaft der Privatfahrer 1953. Otto Schmid erfreute sich bis Juli 2003 noch bester Gesundheit und wollte beim Solitude-Jubiläum eine Ehrenrunde drehen. Zwei Tage davor starb er, neunzigjährig, in Sindelfingen.
 DAVID STONE  
Erfolgreicher Rallyefahrer aus England. Gewann zweimal die Rallye Monte Carlo, einmal mit Vic Elford auf Porsche 911 und einmal mit Ove Andersson auf Alpine A 110. 1967 Rallye Europameister mit Vic Elford. Kennt die Solitude aus den sechziger Jahren, als er an der Rallye Lyon- Charbonniè- res-Stuttgart-Solitude teilnahm. Auch diese Rallye gewann er 1967 mit Vic Elford auf einem Porsche 911.
 LUIGI TAVERI * 19. September 1929 
Luigi Taveri aus Horgen in der Schweiz begann 1947 mit dem Motorradsport auf Norton, betätigte sich nebenbei auch als Beifahrer in der Gespannklas- se. Von 1955 bis 1960 war er Werksfahrer für MV Agusta, gab aber auch Gastspiele bei Ducati und MZ. 1955 war auch sein erstes Solitude-Rennen. 1961 wechselte er zu Honda, für die er drei WM-Titel in der 125er Klasse holte. Zwischendurch war er auch auf einer 50 cc Kreidler zu sehen. 1962 gewann er das Solitude-Rennen und 1964 verabschiedete er sich von dort mit einem zweiten Platz. Mit 30 Grand Prix - Siegen ist er einer der ganz Großen unter den Renn-Legenden.
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