DIE SR-GRÜNDUNGSMITGLIEDER this site in english
GRÜNDER
Neben den Initiatoren Fritz Ludmann und Tobias Aichele gab im Besonderen die Mitwirkung von acht ehemaligen Rennfahrern den Anstoß zur Gründung des Fördervereins Solitude Revival. Die Gewinnung von Eugen Böhringer, Manfred von Brauchitsch, Hans Herrmann, Herbert Linge, Eberhard Mahle, Paul Pietsch, Walter Schock und Paul-Ernst Strähle als Repräsentanten der Bewegung hat in der Öffentlichkeit große Resonanz gefunden und die Sache damit entscheidend nach vorne gebracht.
 EUGEN BÖHRINGER * 22. Januar 1922 
Seinen ersten Wettbewerb bestritt der Stuttgarter Hotelier und Gas- tronom 1957: die heimische Solitude-Rallye. 1959 Solitude-Sieger auf Alfa Giulietta. Kondition und Stehvermögen machten Böhringer zum absoluten Langstreckenspezialisten. Er gewann die Rallye Lüttich- Sofia-Lüttich zweimal (1962, 1963) und wurde Rallye-Europameister (1962). Sein größter Triumph waren die Siege im Großen Straßen- preis von Argentinien 1963 und 1964 auf Mercedes 300 SE. Unver- gessen sind auch seine Kämpfe mit dem 300 SE bei Tourenwagen- Rennen wie den 24 Stunden von Spa oder auf dem Nürburgring.
 MANFRED VON BRAUCHITSCH * 15. August 1905 
† 5. Februar 2003 
Die Sportlerlaufbahn des Hamburgers begann im Jahre 1928 als Mo- torradrennfahrer. Ab 1929 wurde er auf Mercedes-Benz Privatrenn- fahrer. Unvergessen sein Sieg 1932 im Stromlinien-SSKL über die Werks-Alfas auf der Avus. Ebenso sein Sieg beim Eifelrennen 1934 auf dem Werks-Mercedes Silberpfeil. Sein größter Triumph war wohl in Monaco 1937. In einem mitreißenden Zweikampf rang er- gegen die Stallorder- Caracciola nieder. 1950 startete er beim Formel 2- Rennen auf der Solitude. Am 5. Februar 2003 verstarb er im Alter von 97 Jahren.
 HANS HERRMANN * 23. Februar 1928 
Der Stuttgarter begann 1952 mit Rallyeeinsätzen. Bei Testfahrten von Mercedes mit dem 300 SLR auf der Solitude bricht er den Strecken- rekord und wird für 1954 als Werksfahrer verpflichtet. Für Porsche fährt er die Carrera Panamericana in Mexico und wird mit dem 1500 cc Wagen Dritter hinter zwei 12-Zylinder Ferraris. Auch 1956 fährt er Porsche, gewinnt das Solitude-Rennen und wird Deutscher Rennsportmeister. 1960 und 1961 ist er Porsche- Werksfahrer bei Formel 2 und Formel 1 Rennen. 1970 gewinnt er das 24-Stunden Rennen von Le Mans. Er war immer der Liebling der Solitude-Zu- schauer.
 HERBERT LINGE * 11. Juni 1928 
1943 begann er bei Ferdinand Porsche eine Feinmechaniker-Lehre. Später wurde er Renn-Ingenieur. Mann der ersten Stunde bei Por- sches Wiedereröffnung 1949. 1952 erster Renneinsatz bei der Carrera Panamericana. 1954 gewinnt er die Rallye Lüttich-Rom- Lüttich. Zahlreiche Klassensiege zwischen 1955 und 1959. 1960 Sieg bei der Tour de Corse zusammen mit Strähle. 1962 Sieg bei der Targa Florio auf dem Porsche 8-Zylinder zusammen mit Herrmann. 1964 Zweiter bei der Targa Florio auf 904 GTS. Linge fuhr dreimal auf der Solitude, unweit seiner Heimatstadt Weissach.
 EBERHARD MAHLE * 7. März 1933 
Stammt aus der Gründerfamilie der Mahle-Kolbenfabrik. 1954 debü- tierte er mit einem DKW 3=6 aus dem Fuhrpark der Firma bei der Rallye Solitude und wurde gleich Fünfter von 210 Teilnehmern. 1957 wurde er Gesamtsieger dieser Rallye. Später Werksfahrer bei Mercedes und für weitere zehn bekannte Automobilwerke. 1967 Berg-Europameister. Er hatte 1959 gleich drei Starts auf der Solitude: in zwei Tourenwagenrennen, die er beide gewann und in der Formel Junior, wo er Dritter wurde.
 PAUL PIETSCH * 20. Juni 1911 
Vor dem Krieg begann der Freiburger die Rennfahrerlaufbahn bei Auto- Union 1935. Nach dem Kriege startete er auf den berühmten Maserati 4CLT und Alfetta 159 Rennwagen. Fuhr auch die damals unschlagbaren Veritas Sportwagen und gewann damit 1950 auf der Solitude. Erlebte die große Zeit der Solitude-Rennen als Herausgeber der damals meistgelesenen Fachzeitschriften 'Auto Motor und Sport' und 'Das Motorrad'.
 WALTER SCHOCK * 3. April 1920 
† 21. Dezember 2005 
Mercedes-Fahrer Walter Schock begann 1954 mit dem Rallyesport. 1955 wurde er Zweiter in der Rallye-EM, 1956 dann Rallye Europa- meister und Deutscher Meister der GT-Klasse. 1960 gewann der Stuttgarter zusammen mit Rolf Moll die Rallye Monte Carlo auf Merce- des 220 SE. Es war der erste deutsche Sieg bei dieser renommierten Rallye. Als engagierter Funktionsträger im veranstaltenden Motor- sportclub Stuttgart war er den Solitude-Rennen immer eng verbun- den.
 PAUL ERNST STRÄHLE * 20. September 1927
Ob Targa Florio oder in Le Mans, auf den klassischen Straßenkursen war der Schorndorfer Unternehmer berühmt und gefürchtet. Auf Volkswagen begann Paul-Ernst Strähle in den fünfziger Jahren mit dem Rallyesport und konnte 1958 den Deutschen Meistertitel erringen - dann aber auf Porsche. Dieser Marke blieb er treu. Das Werk wur- de auf ihn aufmerksam und so kam er neben seinen Privateinsätzen auch zu zahlreichen Erfolgen auf Porsche-Werkswagen. 1959 sieg- te er auf der Solitude.
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GRÜNDUNGS
MITGLIEDER
Eugen Böhringer 1963
Mercedes 300 SE
M.v. Brauchisch 1937
Mercedes W125 GP
Hans Herrmann 1960
Porsche 718 F2
Herbert Linge 1963
Porsche 356 Abarth
Eberhard Mahle 1958
Borgward 1500 RS
Paul Pietsch 1950
Veritas RS 1500
Walter Schock 1956
Mercedes 300 SL
Paul E. Strähle 1962
Porsche 356 Abarth