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| Es gibt Ereignisse, an die man sich zeitlebens gerne erinnern
möchte, die sich einprägten als groß- artige Erlebnisse von
hervorstechender Qualität und die so, nachdem sie lange vergangen sind,
zum Mythos werden - für diejenigen, die dabei waren, ebenso wie für
die Nachfolgenden. Als die Pioniere der Kraftfahrt vor zirka hundert Jahren die
ersten Wettfahrten mit motorgetriebenen Fahrzeugen or- ganisierten, erschufen
sie damit ein Spektakel, das seither Millionen in seinen Bann zog und heute
neben dem Fußballsport die größten Leidenschaften weckt.
Motorrad- und Automobilrennen wurden von Anfang an zur überragenden
Attraktion, auch vor den Toren Stuttgarts, wo zwischen 1903 und 1965 bei
Schloss Solitude gefahren wurde. |
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| Rennmotorräder 1956 |
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Renngespanne 1961 |
| Die Solitude-Rennen im Stuttgarter Wildpark hatten für
Teilnehmer und Besucher ein ganz besonde- res Flair. Dies lag einerseits an der
malerischen Umgebung und den durch sie führenden kurvenrei- chen und
hügeligen Straßenkursen. Aber diese Rennen waren nicht nur
sportliche Wettbewerbe, sondern gerieten im Laufe der Jahre zu wahren
Volksfesten mit über 400.000 Besuchern, die sich dicht an die Strecke
drängten und über drei Tage und Nächte feierten. Die Rennfahrer
wurden als Helden bejubelt, die Fahrzeuge als technische Wunderwerke bestaunt.
Nahezu alle großen Marken und Fahrer kamen im Laufe der Jahre zu den
Solitude-Rennen, Weltmeister, Europameister und Deutsche Meister, alle
Motorradklassen, Tourenwagen, Sportwagen und Rennwagen bis hin zur Formel 1.
Das Solitude-Rennen wurde zum alljährlichen Höhepunkt, nicht nur der
Fans aus der Region Stuttgart. |
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| Solitude-Rennen 1950 - Zuschauermassen im Mahdental |
| 1965 neigte sich die großartige Zeit der
Straßenrennen ihrem Ende zu und damit starb auch die Tradition der
Solitude-Rennen. Andernorts wurden moderne Rennbahnen mit Auslaufzonen und
Kiesbetten erschaffen und die Zuschauerplätze rückten hunderte Meter
von der Strecke weg. Der Solitude konnte und wollte man dies nicht antun und so
herrschte seither Stille im Stuttgarter Wild- park. Aber die wehmütige
Erinnerung blieb. Und immer wieder gab es Überlegungen, wie man diese
wundervolle Tradition zeitgemäß wieder zum Leben erwecken
könnte. |
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| Rennwagen 1959 |
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Sportwagen 1965 |
| Einer derjenigen, die sich schon in den siebziger Jahren um
eine Fortführung bemühte, ist der Ger- linger Fritz Ludmann, der als
Vorsitzender des Sportfahrerclubs Württemberg Veteranenrallyes um den
Preis der Solitude organisierte. Die Idee einer Wiederbelebung in
Form einer Rundkursveran- staltung nahm konkrete Züge an, als 1999
erstmals ein Gerlinger Stadt-Grand-Prix unter dem Motto 50 Jahre Mythos
Solitude erfolgreich durchgeführt wurde. Das Organisatorenteam
plante daraufhin eine größere Oldtimer-Veranstaltung beim Schloss
Solitude. Auch viele ehemaligen Rennfahrer und Zeitzeugen äußerten
den Wunsch, wieder dabei zu sein, was schließlich zu der Idee
führte, einen Förderverein zu gründen. |
| Als Gründungsmitglieder konnten die ehemaligen Rennfahrer
Eugen Böhringer, Manfred von Brau- chitsch, Hans Herrmann, Herbert Linge,
Eberhard Mahle, Paul Pietsch, Walter Schock und Paul-Ernst Strähle
gewonnen werden. Fritz Ludmann erarbeitete ein Veranstaltungskonzept mit einem
Rundkurs um das Schloss Solitude. Und so waren die besten Voraussetzungen
gegeben, um die Gründung des Solitude Revival e.V. am 17. Juli 2001 im
historischen Zeitnahmeturm des ADAC am ehemaligen Solitude-Ring zu vollziehen.
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www.solitude-revival .org |
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