IMPRESSIONEN VOM STADTPARK-RENNEN HAMBURG 2007 this site in english
AKTUELL
Hamburger Stadtpark-Rennen - 8.-9. September 2007
Großstadtrevier
  Hamburg im September - da fällt dem Oldtimer- freund seit 1999 immer nur eines ein: "Stadtpark- Rennen". Dass es sich lohnt, dabei zu sein, beweisen Uwe Quentmeier & Co jedes Jahr auf's Neue. SR-Fahrer waren wieder vor Ort.
Star des diesjährigen Motorsport-Festivals war wohl der original Cisitalia D46 - Rennwagen von Otto Mathé, den in der ersten Nachkriegszeit auch der frühere Auto Union - Werksfahrer Hans Stuck ge- fahren hat. Das Auto wurde auf einem original Tempo-Renntransporter zum Stadtpark gebracht. Er gehört inzwischen zum Fundus der Automobilsammlung "Prototyp", die ab März 2008 in der Hambur- ger Speicherstadt ein Museum eröffnet. Ebenfalls von "Prototyp" gezeigt wurden der Monopoletta Formel 3-Rennwagen von Helmut Polensky und der VW Spezial von Petermax Müller aus dem Jahr 1949.
Das Stadtpark-Rennen verblüfft immer wieder durch eine große Zahl von Teilnehmern mit hervorra- gend restaurierten und gepflegten Kleinwagen. So waren auch in diesem Jahr wieder zahlreiche Fiat 500, Giannini, Steyr-Puch und Abarth zu bewundern, nebst Goggomobilen, Kabinenrollern und Mini Coopern. Auch eher seltener auftretende Glas GT, BMW 1500 oder NSU Wankel Spider sind in Hamburg Stammgast, ebenso wie zahlreiche "Amis" vom Schlage Mustang, Challenger oder Thunder- bird.
Jaguar C-type Giannini 650 Modena
Aber natürlich fehlen auch nicht Ikonen, wie Jaguar C- und E-type oder Porsche 550 Spyder. Ein weiteres Highlight war auch der vom Saab-Zentrum Hamburg eingesetzte Werks-Saab 96, mit dem der legendäre Erik Carlsson 1962 und 1963 die Rallye Monte Carlo gewann.
Saab 96 Rallye Alfa Bertone Kantenhaube
Wie die Stuttgarter Solitude hat auch das Hamburger Stadtpark-Rennen eine große Motorrad-Tradi- tion. Zwischen 1934 und 1952 fanden sich im Stadtpark zahlreiche Stars aus der Zweiradszene ein und kämpften um Deutsche Meisterschaftspunkte. Auch bei der Revival-Veranstaltung seit 1999 haben Straßen- und Rennmotorräder ihren festen Platz. Insbesondere die historischen Rennma- schinen verzücken das Publikum immer wieder auf's Neue.
Premiere: Peter Held & Conny Paul... ...auf der ex-Otto-Schmid-NSU-Bullus von 1937
Wolfgang Schneider war in diesem Jahr mit seinen "Classic Motorcycles", einer Sammlung hochka- rätiger Grand-Prix-Rennmaschinen, vor Ort. Peter Held, der ihn seit Jahren begleitet, hatte in Hamburg gleich zwei Premieren: er startete erstmals auf dem ex-Otto-Schmid NSU Bullus-Renngespann von 1937, das 1949 auch auf der Solitude siegte, und seine Beifahrerin Conny Paul lag zum ersten Mal im Boot. Beide machten ihre Sache sehr gut und die Szene ist dankbar, das Bullus-Gespann, das Jahre lang von Rainer Hattich gefahren wurde, weiterhin in Aktion erleben zu dürfen.
Roland Heck - BSA 750 Rocket Jim Redman - Honda & Lothar John - BMW
Solitude-Revival-Mitglieder setzten sich in Hamburg wieder gewohnt in Szene. Ex-Weltmeister Dieter Braun fuhr die Yamaha 350 souverän und schnell. Roland Heck mit der BSA 750 konnte ihm gerade noch folgen. Jim Redman fuhr die Honda NSR 500, die Roland Heck beim Böblinger Stadt-Grand-Prix bewegte. Lothar John saß endlich wieder auf seiner Lieblingsmaschine, der BMW RS 54, und zeigte überzeugend, was er noch drauf hat. "Classic Motorcycles" hat jetzt übrigens auch die original Yamaha 250 in seinem Fundus, die Lothar John in den sechziger Jahren gefahren hat.
Roland Heck & Dieter Braun Alex John - Yamaha 350
Eine weitere Premiere war der Auftritt von Alexander John, der sichtlich das Talent von Vater Lothar geerbt hat. Willi Marewski, selbst mit einer MV Agusta 500 unterwegs, stellte ihm seine Yamaha TZ 350 zur Verfügung.
Peter Frohnmeyer - Maico 125 RS Lothar John und Sohn Alexander
Egon Müller, der populäre mehrfache Speedway-Weltmeister, präsentierte seine Sandbahn-Maschine und war stets umlagert von Fans. Klaus Schüßler, der rührige Organisator vom Motorsportclub Hamburg, organisierte am Samstagabend für die Fahrer eine Alsterfahrt auf einem historischen Dampfschiff. "Ich bin stolz auf Hamburg", waren seine Abschiedsworte. Das darf er denn auch mit Recht sein - auch auf das Stadtpark-Rennen mit seiner einzigartigen Atmosphäre.
Speedway-Star Egon Müller Roland Heck & Klaus Schüßler