SR REPORTAGE 2005 SALZBURGRING this site in english
AKTUELL
Rupert Hollaus - Gedächtnisrennen Salzburgring 6./7. August 2005
SR-Aktive beeindrucken am Salzburgring
Beim zweiten Rupert Hollaus - Gedächtnisrennen auf dem Salzburgring waren die Regenspezi- alisten im Vorteil. Bis auf einige wenige Momente goss es am Samstag und Sonntag in Strömen. Aber davon ließen sich weder Teilnehmer noch Fans beeindrucken, denn das Programm war vom Feinsten. Über 400 Rennmaschinen, darunter ausgesprochene Raritäten ebenso wie die aero- dynamisch verkleideten Gespanne der Seitenwagen-Weltmeisterschaft, präsentierten
sich dem Publikum.
Land unter am Salzburgring
Rupert Hollaus wurde 1954 Österreichs erster Motorradweltmeister. Er fuhr für NSU eine 125er Rennfox. Bei einem tragischen Trainingsunfall beim letzten Rennen in Monza verlor er sein Leben. Veranstalter Wolfgang Stropek hatte im letzten Jahr mit Erfolg das Gedenkrennen auf dem Salzburg- ring etabliert mit einer Parade historischer Werksrennmaschinen und Weltmeister.
Rupert Hollaus - NSU Rennmax - Solitude 1954 Rupert Hollaus - Gedenkzelt in Salzburg
Der Solitude Revival e.V. war auch hier wieder bestens repräsentiert mit den Aktiven Dieter Braun, Heiner Butz, Friedrich Drüppel, Roland Heck, Bernd Hummel, Willi Marewski, Wolfgang Müller, Phil Read, Jim Redman und Luigi Taveri. Die Weltmeister Braun, Read, Redman und Taveri waren gleichzeitig die Stars der Veranstaltung.
Die Deutschen Meister Horst Kassner und Heiner Butz auf den NSU-Werksrennern in Salzburg
In der Parade "NSU 50 Jahre Weltmeisterschaft", ein Lauf zu Ehren von H.P. Müllers WM-Titel 1955, starteten namhafte ehemalige NSU-Rennfahrer, darunter mit der ex-Hollaus-Rennmaschine Horst Kassner und mit der Rennmax von Werner Haas SR-Mitglied Heiner Butz. Roland Heck fuhr die Sportmax von H.P. Müller aus dem Jahr 1955. Bemerkenswert auch Österreichs Rennlegende Rudi Thalhammer, der ebenfalls eine 1955er Sportmax präsentierte. Heinz Herz fuhr ein authentisches Solitude-Modell, die Heiner Fleischmann - NSU Kompressor von 1950.
Roland Heck - NSU Sportmax 1955 Willi Marewski - DKW 350 SS 1939
Rarität: NSU 500 Kompressor - Siegermaschine von Heiner Fleischmann im Solitude-Rennen 1950
Bei der Parade der Legenden, Stars und besonderer Motorräder starteten die Weltmeister und SR- Botschafter Jim Redman, Phil Read, Luigi Taveri und Dieter Braun auf ehemaligen Werksrennmaschi- nen von MV Agusta, Honda, Matchless und Yamaha. Unser zweimaliger Deutscher Meister Wolfgang Müller, der zunächst im Lauf der 125er-Motorräder genannt hatte, wurde mit seiner Maico zu den Legenden gebeten, nachdem er in seiner Klasse haushoch überlegen war. Heiner Butz fuhr im ers- ten Lauf seine Solitude-Norton 350 Manx, im zweiten erstmals seine Honda NSR RS 500 von 1986. Roland Heck pilotierte die Gilera Quattro "Großkopf" von Willi Marewski.
Jim Redman und Phil Read Maico-Teamchef Nieser mit Wolfgang Müller
Besonders auffällig in der Parade waren neben Dieter Braun, der mit der Yamaha TZ alle hinter sich ließ, MZ-Legende Heinz Rosner erstmals auf einer Suzuki RGB von 1987, dem der Ritt sichtlich Spaß machte. Zwei wunderschöne Repliken der 4-Zylinder-Benelli Werks-GP machten dem Sound der sechs Agoston-Honda RC181-Repliken eindrucksvoll Konkurrenz.
Zur Parade schien kurz auch mal die Sonne: vorne Redman und Read
Dieter Braun - Yamaha TZ Phil Read - George Beale - Matchless G50
SR intern: Heiner Butz und Roland Heck... ...Wolfgang Müller und Jim Redman
Polyphonie: Benelli 500 GP Repliken Fans: Edmund Czihak und Karl Schleuter
SR jetzt auch bei Gespannen präsent
SR-Mitglied Friedrich Drüppel hat kürzlich ein BMW Renngespann von Klaus Lass erworben, das er neben seiner Honda RC 181 bei Oldtimer-Events einsetzen will. In Salzburg war es soweit. Da sein genannter Beifahrer verhindert war, sprang kurzerhand Bernd Hummel ein, der ebenfalls mit seiner Honda RC 181 zugegen war. Das erste Training des neuen Gespanns verlief enttäuschend: in strömendem Regen versagte die BMW die kontinuierliche Gasannahme. Zudem verbrannte sich Friedrich auch noch den Knöchel am heißen Auspuffrohr. Am Sonntag im ersten Rennlauf wieder Regen und wieder Aussetzer. Die Stimmung war am Tiefpunkt. Man wollte schon einpacken. Doch dann kam die Sonne heraus und man trat doch noch einmal an - mit Erfolg. Trotz des technischen Problems kämpften sich die beiden im Mittelfeld nach vorne und am Ende strahlten sie um die Wette- die Premiere war durchaus gelungen.
Die Solitude Revival - Aktiven Friedrich Drüppel und Bernd Hummel in der 68er BMW Kneeler
Siegreiches Duell mit den Schweizern Oliver Purtschert und Priska Müri auf einer 800cc BMW
Die gelungene Premiere... ...wird gefeiert
Als Hommage an einen anderen österreichischen Weltmeister durften die Zuschauer noch ein paar Demorunden des legendären Lotus 49 Formel 1 Rennwagens von 1970 erleben. Jochen Rindt fuhr damals die ersten Läufe mit diesem Auto und gewann in Monaco. Es war das letzte Lotus-Modell mit Wasser- und Ölkühlung im Bug. Mitte des Jahres erschien dann der revolutionäre Lotus 72 mit seit- lichen Kühlern und ultraflacher Schnauze.
Stilecht: original Gold Leaf Transporter Ohrenschmaus: Cosworth DFV Motor
als wäre er es leibhaftig: Fahrer im original Jochen Rindt outfit in Salzburg
In der SR-Reportage wird über die Teilnahme von ak- tiven SR-Mitgliedern an Old- timer-Veranstaltungen be- richtet
Veranstalter IG Formel Classic
Wolfgang Stropek
Drüppel / Hummel
Wolfgang Müller
Phil Read
Luigi Taveri
Rudi Thalhammer
Heiner Butz
Phil Read
Salzburger Altstadt